Azubi-Workshop: Kommunikation und Teamgeist
7. November 2025 | Insights
Unser Azubi Fridolin berichtet:
Ich bin Fridolin, 23 Jahre alt und habe im August meine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der VETTER Industrie GmbH begonnen.
Als technische und kaufmännische Auszubildende haben wir die Möglichkeit bekommen, an einem Bildungsseminar der Wirtschaftsjunioren zu dem Thema Kommunikation und Teambildung teilzunehmen. Wir haben uns zu fünft auf den Weg nach Attendorn zur „Akademie Biggesee“ gemacht. Dort angekommen sind wir sehr freundlich in Empfang genommen worden und haben um 9:00 Uhr direkt durchgestartet.
Am ersten Tag standen die Themen Teambildung und Rollenverteilung in einer Gruppe im Mittelpunkt – vor allem im Zusammenhang mit einem Unternehmen.
Dazu haben wir verschiedene Gruppenspiele gemacht, um zu erkennen, dass sich in jedem Team von selbst bestimmte Rollen bilden, die wichtig für den Erfolg sind.
Außerdem haben wir gelernt, dass unterschiedliche Persönlichkeiten unterschiedliche Rollen besser ausfüllen können und dass es sinnvoll ist, Aufgaben nach den Stärken und Fähigkeiten der Teammitglieder zu verteilen – statt nur nach persönlichen Vorlieben oder schnellen Entscheidungen. Untermauert wurde die Erkenntnis dieser Praktischen Übung durch die Analyse und Anwendung des DISG Modell. Dabei ging es darum, verschiedene Persönlichkeitstypen mit ihren typischen Eigenschaften, Werten und Verhaltensweisen zu erkennen und einzuordnen (D= dominant, I=initaitiv, S=stetig. G=gewissenhaft).
Das wichtigste Ergebnis war, dass ein starkes und widerstandsfähiges Team dann entsteht, wenn alle vier Persönlichkeitstypen vertreten sind. Diese unterschiedlichen Charaktere arbeiten am besten zusammen, wenn sie sich gegenseitig ergänzen und so ein effizientes, gut funktionierendes Team bilden.Einen weiteren großen Themenblock an diesem Tag hat das Thema Kommunikation ausgemacht. Wir haben darüber gesprochen, dass Kommunikation immer beidseitig ist und es wichtig ist und dass beide Seiten im Bezug auf eine Sache überein kommen. Andererseits haben wir die große Hebelwirkung von Körpersprache auf den Ausgang einer Unterhaltung beleuchtet. Besonders fasziniert hat mich die Tatsache, dass 55% der Kommunikation in der Körpersprache liegt. Das heißt, dass das Wichtigste in Bezug auf erfolgreiches kommunizieren nicht die Wortwahl und das Thema ist, sondern die Art und Weise wie man sich darstellt und in welcher Haltung Informationen auf den Empfänger übertragen werden. Hierbei war beeindruckend zu sehen, wie groß der Effekt kleiner, bewusst gesetzter Gesten auf das Gegenüber ist und wie man der Informationen durch die Körperhaltung besonderen Nachdruck verleihen kann.
Am zweiten Tag des Seminars Stand das Telefonieren in einem Unternehmensumfeld auf der Agenda. Es wurden Kniffe besprochen, wie Unzufriedenheiten umgemünzt und negative Formulierungen positiv gedreht werden können, um ein konstant professionelles und positives Bild nach außen zu tragen. Zusätzlich wurde mit Nachdruck auf eine Vor- und Nachbereitung eines Telefonates gelegt, um die aufgewendete Zeit beidseitig so effizient und zielführend zu gestalten wie möglich. Dieser Punkt ist mir besonders im Gedächtnis geblieben, weil gute Vorbereitung zeigt, dass man sein Gegenüber wertschätzt. Dadurch kann eine vertrauensvolle und langfristige Geschäftsbeziehung entstehen.
Zum Schluss ging es um das Thema Überzeugungskraft – also darum, wie man in Verhandlungen oder bei Vorschlägen für Verbesserungen im Unternehmen erfolgreich argumentiert.
Wir arbeiteten in Gruppen und sollten mithilfe eines Schemas ein konkretes Problem beschreiben und dazu eine passende Lösung vorstellen. Dabei war wichtig, das Problem klar und verständlich mit einem Beispiel zu erklären, damit die Zuhörer es gut nachvollziehen konnten.
Anschließend sollten wir konkrete Lösungsvorschläge machen und verschiedene Handlungsoptionen aufzeigen, damit niemand nur mit dem Problem dasteht. Außerdem sollte der Nutzen für das Unternehmen deutlich werden – am besten mit messbaren Ergebnissen.
Damit die Idee auch wirklich umgesetzt wird, sollten wir erste konkrete Schritte nennen. Ein zusätzlicher Pluspunkt war, wenn man Messinstrumente vorstellen konnte – zum Beispiel KPI’s (Kennzahlen), mit denen sich die Wirkung der Maßnahme über eine Datenbank verfolgen und auswerten lässt.Inhaltlich ist dieser Workshop lohnenswert und gewinnbringend. Dabei ging es nicht nur um trockene Theorie, sondern wir wurden auch durch praktische Übungen unterstützt, um direkt zu erleben, wie sich theoretische Modelle im Alltag anwenden lassen.
Darüber hinaus hat die Örtlichkeit einiges an Freizeitgestaltung geboten, sodass mit Kegeln, Billard, Kicker, Tischtennis und Dart die freie Zeit am Abend sinnvoll gemeinschaftlich genutzt werden konnte. Dabei konnten wir Kontakte pflegen und die eigenen Azubi-Kollegen besser kennenzulernen. Zudem war die Verpflegung sehr gut und es gab zu jeder Mahlzeit reichlich Auswahl an unterschiedlichen Gerichten.
Das Seminar war in vielerlei Hinsicht ein echter Mehrwert. Die Verbindung von Theorie und Praxis machte die Inhalte gut verständlich und nachhaltig. Gleichzeitig bot es eine wertvolle Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und das eigene Netzwerk zu erweitern. Insgesamt waren die zwei Tage sehr bereichernd, und das Seminar ist uneingeschränkt zu empfehlen.
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